Geriatrische Reha: VdK hilft, wenn der Antrag nicht genehmigt wird

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Seit mehr als zehn Jahren gibt es den
Rechtsanspruch auf eine geriatrische Reha. Vor allem für ältere
Menschen, die an mehreren Krankheiten leiden, kann eine Reha
Pflegebedürftigkeit hinauszögern oder gar verhindern. Doch zwischen
Anspruch und Realität klafft eine Lücke, denn viele bekommen keine
Maßnahme von ihrer Krankenkasse genehmigt. Dann sollte Widerspruch
eingelegt werden. Dabei hilft der Sozialverband VdK.

Rehabilitation: Welche Regeln gelten
für gesetzlich Versicherte? | © imago
images / Gerhard Leber

Grundsätzlich muss man zwischen den zwei Reha-Formen
„indikationsspezifische Reha“ und „geriatrische Reha“
unterscheiden. Im ersten Fall treten Betroffene die Reha meist nach
einem akuten Ereignis wie einem Herzinfarkt, Schlaganfall,
Knochenbruch oder einer Gelenkoperation an. Der Reha-Antrag wird
meist schon während des Krankenhausaufenthalts gestellt und in den
meisten Fällen auch genehmigt.

Kassen lehnen geriatrische Rehas oft
ab

Die geriatrische Reha zielt dagegen auf Menschen ab etwa 70
Jahren mit mehreren altersbedingten Beschwerden und Einschränkungen
ab. Diese Versorgungsform ist in manchen Bundesländern wenig oder
gar nicht verbreitet. Zudem ist sie vergleichsweise teuer, und so
lehnen die Krankenkassen Anträge immer wieder ab oder lenken
Versicherte in die günstigere indikationsspezifische Reha um. Auch
Ärzte vermitteln Patienten oft in die klassische Reha, unabhängig
von Alter und Vorerkrankungen.

Generell gilt: Chronische altersbedingte Einschränkungen und
Beschwerden, wie etwa Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen,
Gelenkverschleiß oder Parkinson, können allein als Grund für eine
geriatrische Reha reichen, auch ohne akuten Anlass. Die
Gesetzesvorgabe lautet „Reha vor Pflege“. Zudem dürfen Patienten
die Einrichtung zur geriatrischen Reha frei wählen. In der
geriatrischen Reha-Klinik wird eng mit Ärzten, Psychologen,
Logopäden, Ergotherapeuten, Sozialarbeitern und weiteren Fachleuten
zusammengearbeitet.

Wie kann eine Reha gestaltet sein?

Das Ziel ist es, dass der Patient so weit wie möglich wieder
selbstständig leben kann. „Für geriatrische Patienten, auch in
Pflegeheimen, muss daher der frühestmögliche Zugang zu
Rehabilitations- und Präventionsmaßnahmen sichergestellt werden“,
fordert VdK-Präsidentin Verena Bentele. Die Trennung zwischen
Geriatrie im Krankenhaus und geriatrischer Reha müsse überwunden
werden.

Es gibt drei unterschiedliche Formen, wie eine Reha gestaltet
werden kann: stationär, ambulant und vereinzelt auch mobil. Dann
kommen Therapeuten zu den Patienten nach Hause. Die ausgewählte
Einrichtung sollte möglichst nah am Wohnort liegen, damit die
Vernetzung mit ambulanten Dienstleistern für die Zeit nach der Reha
erfolgen kann. Zudem gilt der Grundsatz: „Ambulant vor stationär“.
So lässt sich Gelerntes direkt zu Hause ausprobieren. Das klingt
gut, klappt aber nicht immer. Denn die Versorgung ist in den
Bundesländern unterschiedlich geregelt.

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Die Kasse bewilligt die
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bricht den Aufenthalt in der Reha-Klinik ab. Was sind die Folgen?
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17.11.2017 | sko

VdK-TV: Geriatrische
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In das geriatrische Zentrum in Neuburg
an der Donau kommen sowohl ältere Menschen nach einem
Krankenhausaufenthalt (also zur Rehabilitation), als auch
vorbeugend.

ikl

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