Mi. Nov 20th, 2019

Internet der Dinge wird sicherer Anker für die Schifffahrt

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Boot 2019: Digitalisierung erhält Einzug auf Booten und Yachten
Siren Marine & Vodafone: IoT für Boote erstmals in Europa
Luxus-Yachten, Motor-Boote und Segelschiffe fahren jetzt im Internet der Dinge. Die Vernetzung auf dem Wasser ist ein zentrales Branchenthema bei der 50. Fachausstellung ‚Boot‘ in Düsseldorf. Vodafone und der Bootsausrüster Sirene Marine bringen vernetzte Sicherheit für Boote und Yachten nach Europa. Im Internet der Dinge wird einer der größten Gefahren auf den Weltmeeren vorgebeugt: dem Eintreten von Wasser in den Kielraum eines Bootes. Mit dem weltweit nutzbaren Sensoren-System ‚MTC‘ lernen Boote mit ihrean Besitzern zu sprechen. Die Technologie löst per Mobilfunk Notrufsysteme aus, wenn der Wasserstand im Kielraum gefährlich ansteigt. Sie schlägt Alarm, wenn sich unbefugte Personen Zutritt zum Boot verschaffen. Sie teilt technische Informationen vom Motor oder zur Stromversorgung an Bord. Und mit ihr kann der Besitzer Temperatur, Licht und weitere Systeme an Bord aus der Ferne steuern. Das erhöht die Sicherheit auf dem Wasser.
„Sicherheit muss auf allen Verkehrswegen oberste Priorität genießen. Auf den Wasserwegen genauso wie auf Autobahnen.”

Hannes Ametsreiter
CEO Vodafone Deutschland

In den USA und in Australien ist die smarte Technologie für Boote bereits im Einsatz. Jetzt können auch Boots-Besitzer in Europa ihre Wasserfahrzeuge mit der MTC-Technologie von Siren Marine und Vodafone im Internet der Dinge vernetzen. Allein in Deutschland besitzen etwa 220.000 Privatmenschen eine Yacht. „Sicherheit muss auf allen Verkehrswegen oberste Priorität genießen. Auf den Wasserwegen genauso wie auf Autobahnen. Wenn Sensoren Bootsinsassen vor eintretendem Wasser warnen, kann das Menschenleben retten„, so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter. „Das Internet der Dinge revolutioniert die Bootsindustrie. Der weltweite Echtzeit-Zugriff auf sämtliche technische Daten ist der Schlüssel für noch mehr Sicherheit und Komfort auf dem Boot“, so Daniel Harper, CEO von Siren Marine.
MTC: Sensoren und eine App ermöglichen den Fernzugriff auf alle technischen Daten
Mit der MTC-Technologie kann ein Boots-Kapitän von überall auf der Welt mit einem Smartphone, Tablet oder Notebook auf sämtliche technische Daten zugreifen. Kabellose Sensoren sammeln Informationen über technische Zustände und beispielsweise den Wasserstand auf dem Schiff. Die Informationen werden per Mobilfunk in die Cloud gesendet, ausgewertet und gesichert. Mit der speziellen IoT-Plattform von Vodafone werden die Daten auch länderübergreifend übertragen. Die ‚Siren Marine App‘ bereitet die Informationen für die Boots-Besitzer auf. Flottenmanager können mit dem System auch gesamte Boots-Flotten beaufsichtigen, vor Diebstahl sichern und steuern.

Digitaler Leckage-Alarm schützt vor Katastrophen auf dem offenen Meer
Zu den größten Gefahren auf einer Yacht zählt das Eintreten von Wasser in den Kielraum des Bootes. Läuft dieser Bereich des Boots mit Wasser voll während die Bilgenpumpe nicht funktioniert oder nicht schnell genug arbeitet, kann das auf offenem Meer schlimme Folgen haben. Ein Leckage-Alarm kann in dieser Notfallsituation eine Katastrophe verhindern. Neben dem Senden einer Warnung an den Besitzer, wird auch ein akustischer Alarm oder eine Blitzleuchte an Bord ausgelöst. Um beispielsweise den Ausfall der Bilgenpumpe vorzubeugen, prüft das MTC System ständig den Ladestatus der Batterien an Bord und sendet einen Alarm, wenn die Schiffsbatterien einen vordefinierten Grenzwert unterschreiten.
Motordefekte werden vorhergesagt
Mit der smarten Technologie erhalten Boots-Besitzer rund um die Uhr Einblicke in den aktuellen Zustand des Motors. Kabellose Sensoren an der Zündung und am Öldruckmesser erfassen die aktuellen Betriebszustände und gleichen diese mit Standardwerten ab. Wenn es zu Abweichungen kommt, erhält der Besitzer eine Benachrichtigung mit der Empfehlung für einen Service-Termin.

Vodafone und Siren Marine bringen das Internet der Dinge auf Boote und Yachten. © Vodafone
Digitaler Schutz vor Diebstahl auf dem Schiff
Das Internet der Dinge ermöglicht auch die Fernsteuerung von Systemen auf der Yacht. Boots-Besitzer können mit der Siren Marine App unter anderem die Kabinen- und Cockpitbeleuchtung, die Klimaanlage und die Batterie per Mobilfunk mit dem Smartphone steuern. Immer häufiger machen sich Diebe an teuren Yachten und Motorbooten zu schaffen. Denn die verbaute Technologie ist häufig sehr wertvoll. Ausgestattet mit Bewegungs- und Magnetsensoren, sowie Druckmatten schlägt das MTC-System nicht nur direkt beim Besitzer Alarm, wenn sich unbefugte Personen Zugang zum Bootsinneren verschaffen. Auf Wunsch des Nutzer löst das System zusätzlich automatisch einen akustischen und visuellen Alarm vor Ort aus, um die Langfinger abzuschrecken. GPS-Daten ermöglichen zusätzlich die genaue Lokalisierung der vernetzten Boote sowie das Festlegen von Sicherheitsbereichen, die eine Yacht nicht verlassen darf ohne einen Alarm auszusenden. In Europa ist das digitale Schutzsystem über den Distributor Nixon Marine Global erhältlich.

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