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Landesgartenschau 2010 Villingen-Schwenningen: Echt abgefahren: dem Holz auf der Spur

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Echt abgefahren: dem Holz auf der Spur
Riesenholz-Polter als Forst-Attraktion auf der Landesgartenschau / 112 Stämme mit 300 Tonnen Gewicht / Diorama Südschwarzwald und Modellbahn

Rund 450 Kubikmeter Holz wurden für den begehbaren Polter des Forstes auf der Landesgartenschau verbaut: Es ist genau die Holzmasse, die in den Wäldern des Schwarzwald-Baar-Kreises innerhalb von 7,5 Stunden nachwächst.
Mit einer Länge von 21 Metern, einer Breite von 17 und einer Höhe von 6,5 Metern ist der Holzpolter im Möglingspark auf der am 12. Mai in Villingen-Schwenningen beginnenden Landesgartenschau nicht zu übersehen. Der Riesenpolter (als Polter bezeichnet man die Holzlager im Wald) ist ein gemeinsames Projekt der Forstämter des Schwarzwald-Baar-Kreises, der Stadt Villingen-Schwenningen und der Forstverwaltung Baden-Württemberg.
Für den Bau des Polters wurden elf verschiedene Holzsorten verwendet. Er besteht aus 112 Stämmen mit einem Gesamtgewicht von 300 Tonnen. Eine Tanne ist mit 22 Metern der längste Stamm. Einige der Stämme sind über 100 Jahre alt. Der Aufbau des Polters hat 21 Tage gedauert. Nach Angaben des städtischen Forstamtes Villingen-Schwenningen wachsen im 46.500 Hektar großen Waldgebiet im Schwarzwald-Baar-Kreis pro Jahr 530.000 Kubikmeter Holz nach, etwa 60 pro Stunde. „Der Holzpolter ist, so gesehen, in knapp acht Stunden gewachsen“, hat Roland Brauner vom Forstamt Villingen-Schwenningen ausgerechnet.

Der Polter ist ein echt abgefahrenes Projekt auf den Spuren des Holzes. Innen ist er als Veranstaltungs- und Ausstellungsraum ausgebaut. In vier Teilbereichen werden die Themen „Wald steckt voller Leben“, „Wald braucht Profis“, „Holz ist gut für’s Klima“, und „Wald entspannt“ dargestellt.
Faszinierend ist ein 12 Meter langes verglastes Diorama mit Motiven des Südschwarzwaldes, das viele Geschichten über Wald, Forst und Holz erzählt. Vom Baumsämling bis zum hölzernen Endprodukt ist an alles gedacht. Man sieht Waldarbeiter, die Bäumchen pflanzen und Holzerntemaschinen, die stattliche Stämme fällen. Aber auch Familien, die sich den Wald erwandern und Spielplätze, an denen buntes Treiben herrscht. Waldwege werden instand gesetzt, LKW`s transportieren Baumstämme ins Sägewerk. Eine Modelleisenbahn fährt übers Gelände. Es ist ein Projekt der Modellbahngruppe von der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Dauchingen. Die Modellbahner haben über 1000 Bäume, 150 Figuren sowie unzählige Fahrzeuge zu dieser einzigartigen Einheit auf 40 Meter Gleisen zusammen geführt. Für Kinder und Jugendliche wird der Wald als einmaliger Erlebnis- und Entdeckungsraum beim Polter erlebbar: Ein verschlungener Pirschpfad durchs Gestrüpp lädt ein, verborgene Tierskulpturen zu entdecken; ein ungewöhnliches Baumhaus und ein Baumscheibenmemory fördern den Bewegungsdrang.

Bildunterschrift
Ein nicht alltäglicher Veranstaltungsort ist der begehbare Riesenholz-Polter des Forstes auf der am 12. Mai in Villingen-Schwenningen beginnenden Landesgartenschau.
Foto: LGS

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Toni Bernd Schlack
Toni Schlack ist seit 1996 in der EDV-Branche tätig. Toni Schlack ist als Author seit dem Anfang des Honbergsommers in Tuttlingen als freiberuflicher Redakteur auf dem Festival integriert.
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