Rentenantrag: Für die Rente zählt jeder Monat

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Für die Rente zählt jeder Monat

Vor der Antragstellung sollte geklärt
werden, ob das Rentenkonto noch Lücken aufweist

Die meisten Arbeitnehmer sind gesetzlich
rentenversichert. Ihr Ansprechpartner für die Alterssicherung ist
die Deutsche Rentenversicherung. Wir erklären, wann und wie man den
Rentenantrag stellt und worauf man dabei achten sollte.

Ohne Antrag wird keine Rente
ausbezahlt. | ©
imago/Panthermedia

Wann kann ich in Rente gehen?

Der Gesetzgeber hat das Eintrittsalter
für die Regelaltersrente
stufenweise von 65 auf 67 Jahre
angehoben. Arbeitnehmer, die 1964 und später geboren wurden, müssen
bis zu ihrem 67. Geburtstag arbeiten. Wer früher geboren wurde,
kann zwischen 65 und 67 in Rente gehen. Für den Jahrgang 1953 liegt
die Altersgrenze bei 65 Jahren und sieben Monaten. In einigen
Fällen ist es auch möglich, vor Erreichen des Renteneintrittsalters
in den Ruhestand zu gehen. Manche Versicherte müssen dies tun, weil
sie in ihrem Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten
können. Sie müssen dann jedoch mit Abschlägen rechnen. Das
bedeutet: Sie bekommen eine niedrigere Rente ausbezahlt – und das
für den Rest ihres Lebens.

Muss ich die Rente beantragen oder
geschieht das automatisch?

Der Versicherte muss selbst
einen Antrag stellen
. Das kann er beispielsweise in den
Geschäftsstellen des Sozialverbands VdK, beim
Rentenversichertenberater und bei der Deutschen Rentenversicherung
tun, aber auch bei der Gemeindeverwaltung sowie bei der
gesetzlichen Krankenkasse. Die Antragstellung ist persönlich,
schriftlich sowie online möglich.

Wer den Antrag persönlich stellen will, vereinbart bei der
Rentenversicherung ein Beratungsgespräch. Die schriftliche
Antragstellung erfolgt per Formular, das unter www.deutsche-rentenversicherung.de
zum Herunterladen bereitsteht. Es liegt auch in vielen Stadt- und
Gemeinde-Verwaltungen aus. Mithilfe des neuen Personalausweises mit
elektronischem Identitätsnachweis ist es zudem möglich, das
Verfahren bequem vom eigenen Computer aus abzuwickeln. Wer keinen
solchen Personalausweis besitzt, kann ein Unterschriftenblatt per
Post nachreichen.

Wann sollte ich die Rente
beantragen?

Es empfiehlt sich, den Rentenantrag drei Monate vor dem
erwünschten Rentenbeginn zu stellen. So bleibt der
Rentenversicherung genügend Zeit, um den Antrag zu prüfen und
gegebenenfalls fehlende Unterlagen einzufordern. Es zählt das
Eingangsdatum der Antragstellung. Das ist wichtig, weil dies
Einfluss auf den Rentenbeginn haben kann.

Welche Unterlagen benötige ich
dazu?

Für den Rentenantrag ist ein geklärter Versicherungsverlauf
notwendig. Darüber hinaus braucht man seinen Personalausweis, die
Rentenversicherungsnummer, Name und Anschrift der Krankenkasse
sowie die Versichertennummer, die Bankverbindung, die
Steueridentifikationsnummer und gegebenenfalls seinen
Schwerbehindertenausweis. Außerdem benötigt die Rentenversicherung
die Geburtsurkunden der Kinder sowie Nachweise über
Berufsausbildungen und fehlende Versicherungszeiten.

Was ist bei der Antragstellung zu
beachten?

Es ist ratsam, bereits vor der Antragstellung das Rentenkonto
nochmals zu überprüfen. Dabei sollten folgende Fragen geklärt
werden:

  • Ist der Versicherungsverlauf lückenlos, hat man etwas
    vergessen?
  • Sind alle Ausbildungszeiten erfasst?
  • Wurden auch Zeiten längerer Krankheit oder Arbeitslosigkeit
    berücksichtigt?
  • Sind die Zeiten für Kindererziehung oder die Pflege eines
    Angehörigen in die Berechnung der Rente eingeflossen?

Fehler
kommen immer mal vor. Besonders aufmerksam sollten Eltern den
Versicherungsverlauf studieren, die vor 1992 Kinder geboren und
erzogen haben. Sie bekommen mit der Mütterrente nun pro Kind
zweieinhalb Rentenpunkte angerechnet.

Der Sozialverband VdK hilft seinen Mitgliedern gerne in allen
Fragen rund um die Rente und den Rentenantrag. Fragen Sie einfach
in Ihrer nächsten VdK-Geschäftsstelle nach!

Mehr erfahren:

Nähere Infos erteilt die Deutsche Rentenversicherung unter der
kostenlosen Servicenummer 0800 10 00 48 00 sowie im Internet unter
www.deutsche-rentenversicherung.de.

Unter kurzlink.de/beratungsorte
finden sich die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen
Rentenversicherung.

Auch VdK-TV, das Videoportal des Sozialverbands VdK, informiert
zum Thema Rente. In der Mediathek sind Filme beispielsweise zur
Flexirente, zum Arbeiten im Rentenalter und zu freiwilligen
Einzahlungen kostenfrei abrufbar. VdK-Videoportal: www.vdktv.de

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