Rentensplitting: Ansprüche teilen

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7. Februar 2019

Rentensplitting: Ansprüche teilen

Wann sich das Splitting für Paare
lohnt

Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner
können Rentenansprüche, die sie erworben haben, zu gleichen Teilen
aufteilen. Der Partner mit den höheren Rentenansprüchen gibt also
einen Teil seiner Ansprüche an den Partner ab. Diese Regelung nennt
sich Rentensplitting. Sie ist aber nur unter bestimmten Bedingungen
möglich und sinnvoll.

Für ein Rentensplitting kann man sich nur entscheiden, wenn die
Ehe oder Lebenspartnerschaft ab 2002 geschlossen wurde, oder man zu
diesem Zeitpunkt bereits verheiratet war und beide ab 1962 geboren
sind. Darüber hinaus müssen beide Ehe- oder Lebenspartner
mindestens 25 Jahre an rentenrechtlich bedeutsamen Zeiten in ihrem
Versicherungskonto haben. Für das Rentensplitting können sich beide
Partner erst entscheiden, wenn ihr Erwerbsleben abgeschlossen ist,
sie also erstmals Anspruch auf
Altersrente
haben oder ein Partner erstmals einen
Rentenanspruch hat und der andere mindestens 65 Jahre alt ist.

Wenn zu Lebzeiten beider Partner noch kein Rentensplitting
zulässig war, kann sich nach dem Tod eines Partners der andere noch
für das Modell entscheiden, wenn er 25 Jahre an rentenrechtlichen
Zeiten hat. Er kann dann zwischen der Hinterbliebenenrente oder dem
Rentensplitting wählen. Dies ist auch noch während oder nach
Zahlung einer
Witwen- oder Witwerrente
möglich – aber nicht mehr nach
Zahlung einer Rentenabfindung wegen Wiederheirat.

Rentensplitting ist verbindlich

Das Rentensplitting kann sich vor allem für den überlebenden
Partner lohnen, der beim Splitting einen Zuwachs erwirbt, weil er
während der Ehezeit geringere Rentenanwartschaften aufgebaut hat
als der verstorbene Partner. Ein Rentensplitting ist für alle
Beteiligten verbindlich. Das heißt: Nach Abgabe einer gemeinsamen
Erklärung für ein Splitting gibt es keine Möglichkeit mehr, bei Tod
des Partners statt des Rentensplittings eine Hinterbliebenenrente
zu bekommen. Eine spätere Zahlung der Witwenrente wird damit
ausgeschlossen.

Wer sich einmal für das Splitting entschieden hat, muss dabei
bleiben. Es empfiehlt sich daher, die Entscheidung nicht ohne
ausführliche Beratung zu treffen. Lohnend ist das Modell heute nur
für diejenigen, die aufgrund hoher privater Vorsorge keine
Witwenrente bekommen würden.

Für spätere Rentnergenerationen kann das Splitting eine
interessante Option sein. Gerade bei Paaren mit ungleicher Rente,
stellt sich der Hinterbliebene mit den geringeren Rentenansprüchen
durch das Rentensplitting deutlich besser. Der Nachteil: Verstirbt
der Splitting-Begünstigte zuerst, bekommt der Hinterbliebene nur
die geringere Rente.

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